Dieses Repository enthält das Grundgerüst und die Anleitung für einen Ansible Workshop.
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collections Grundstuktur erstellt. 2026-07-09 21:54:41 +02:00
docs Workshop Tag 1 2026-07-10 18:23:53 +02:00
inventory ignore every inventory directory except my demo 2026-07-10 17:33:00 +02:00
playbooks Workshop Tag 1 2026-07-10 18:23:53 +02:00
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Ansible Workshop

Vorbereitung

Beispieldateien kopieren

Check dieses Repostitory mit git aus und wechsel in das Verzeichnis

git remote add origin https://git.serverwg.de/fager/ansible-workshop.git
cd ansible-workshop

Kopiere das Beispielinventar:

cp -r inventory/demo inventory/myinv

Kopiere die Beispiel ansible.cfg:

cp ansible.cfg.dist ansible.cfg

Passe die Konfiguration an Dein Inventar an:

[defaults]
inventroy = ./inventory/myinv
...

Für die Demos werden 3 VMs benötigt. Diese müssen bereits existieren und sind nicht Bestandteil des Workshops.

Im Beispiel-Inventar sind drei Server vorgesehen:

  • server1.example.com
  • server2.example.com
  • server3.example.com

Die Servernamen werden an verschiedenen Stellen im Inventar verwendet und referenziert.

Es ist daher empfehlenswert, die Servernamen zuerst so zu belassen und im Inventar die IP der Systeme anzupassen.

Dafür öffnest Du die Dateien inventory/myinv/host_vars/server[1-3].example.com.yml und passt die Host-Konfiguration an die IP Deiner VMs an:

---
ansible_host = 192.0.2.10

Funktionstest des Inventars

Alle Befehle in diesem Workshop beziehen sich auf das Verzeichnis ansible-workshop.

Die Ansible-Befehle suchen im aktuellen Verzeichnis nach einer ansible.cfg und verwenden diese dann als Ihre Konfiguration.

Ob das Inventar sauber eingelesen wird, lässt sich durch ansible-inventory testen.

$ ansible-inventory --graph
@all:
  |--@ungrouped:
  |--@loadbalancer:
  |  |--server1.example.com
  |--@webserver:
  |  |--server2.example.com
  |  |--server3.example.com

Ebenso können zum Testen einmal alle Variablen für einen Host abgefragt werden.

$ ansible-inventory --host server1.example.com
{
    "ansible_host": "192.0.2.10",
    "automation_keys": [
        "ssh-ed25519 AAAAC3NzaC1lZDI1NTE5AAAAIMj6DlLhdnhknWeC4Zz48P7pzTH6JNFUTcOaxm/8V9fa fager@t530fedo"
    ],
    "automation_user": "ansible"
}

Installieren einer notwendigen Collection

ansible-galaxy collection install ansible.posix

Das Playbooks Verzeichnis

Im Playbooks-Verzeichnis werden alle Playbooks zu diesem Projekt gespeichert.

Es sind zwei Playbooks bereits als Beispiel enthalten:

  • playbooks/prepare_automation_user.yml: Richtet den Automatisierungsuser ein
  • playbooks/ping.yml: pingt alle Hosts im Inventar an

Ausrollen des Automatisierungs-Users

Wir gehen davon aus, dass auf dem Zielsystem ein ssh-Server läuft und es einen Benutzer auf dem System gibt, der sich per sudo zu root machen kann.

Für die Automatisierung benötigen wir einen Benutzer, bei dem die Anmeldung über einen ssh-Key möglich ist und der sich ohne sudo-Passwort root-Rechte verschaffen kann.

Dies erledigt das Playbook playbooks/prepare_automation_user.yml für uns.

Das Playbook richtet den User ein, der im Inventar in der Variable automation_user hinterlegt ist. Dabei werden die ssh Public-Keys bei dem User hinterlegt, die in der Variable automation_keys hinterlegt sind.

Außerdem richtet das Playbook die sudo-Rules ein, die eine passwortlose Verwendung von sudo zulassen.

Im Inventar ist in der Datei group_vars/all.yml bereits ein Beispiel-Key hinterlegt. In diese Liste werden einfach die weiteren ssh-Public Keys mit aufgenommen, die für die Automatisierung mit verwendet werden sollen.

Der Server muss bereits über einen Zugang verfügungen, über den man sich per ssh verbinden und dann mit sudo root werden kann.

Dies kann aber auf verschiedene Weise erfolgen.

  • Für die ssh-Verbindung wird ein anderer Benutzername verwendet (-u)
  • Für die ssh-Verbindung wird ein Passwort abgefragt (-k)
  • Beim Aufruf von sudo wird ein Passwort abgefragt (-K)

Je nachdem, welche Situation vorliegt, werden dem Playbook für die Ersteinrichtung des automatisierungs-Users die Parameter mitgegeben:

ansible-playbook -k -K -u <user> ./playbooks/prepare_automation_user.yml

ACHTUNG: Wenn im Inventar bereits ansible_user konfiguriert ist, ist dies höherwertig als der -u schalter und es wird versucht, die Verbindung bereits mit dem Automatisierungsuser aufzubauen. Dies kann man überschreiben, indem man mit -e ansible_user=<user> mitgibt.

Nachdem der User angelegt wurde, kann in group_vars/all.yml die Zeile mit ansible_user auskommentiert und der Automatisierungs-User dort eingetragen werden. Ansible verwendet ab jetzt grundsätzlich diesen User für die Verbindung.

Anpingen aller Hosts

Nachdem der Automatisierungs-User eingerichtet ist, können alle Hosts testweise einmal angepingt werden.

ansible -m ping all

Ansible baut dadurch die ssh-Verbindung auf und testet einmal, ob ein Python auf dem System vorhanden ist. Wenn das klappt, wird ein "pong" zurück gegeben.

Mit einem -b kann man auch die Funktion des passwortlosen sudo-Aufrufs testen.

Ein weiterer Test kann mit dem Command-Modul erfolgen. Mit -a wird das auszuführende Kommando mitgegeben. Mit dem id -a kann man sehr schön die Auswirkungen des -b beobachten. Mit -b sollten die Daten für root ausgegeben werden. Ohne das -b werden die Daten des Automatisierungs-Users ausgegeben.

ansible -m command -a "id -a" all

Workshop 1

In diesem Teil werden zwei Rollen entwickelt.

  • die Rolle nginx installiert den nginx auf den Webservern.
  • die Rolle haproxy konfiguriert den Proxy auf dem Loadbalancer.

Aufgaben:

  1. Erstellt die Rolle nginx. Diese soll:
  • nginx installieren
  • ggf. den nginx starten
  • eine index.html im DocumentRoot plazieren, die den inventory_hostname als Inhalt hat.
  1. Erstellt die Rolle haproxy. Diese soll:
  • haproxy installieren
  • eine Konfigdatei basierend auf einem Template generieren
  • die Server, die in der Webserver-Gruppe sind, automatisch im Backend konfigurieren